Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau
Von Santino R. Rehm, Klasse 9a

Quelle Foto: Stefan Müller-Naumann, KZ-Gedenkstätte Dachau
Gegen 8:30 Uhr haben sich alle drei 9. Klassen im Foyer unserer Schule getroffen, um zum Schulbus zu laufen, der uns zur KZ-Gedenkstätte fuhr. Zuerst war die Stimmung ausgelassen, doch je näher wir zur Gedenkstätte fuhren, wurde die Atmosphäre immer ernster. Als wir ankamen, war dies ein sehr seltsames Gefühl, weil wir schon so viele Bilder und Geschichten gehört und gesehen haben.
Es waren ganz viele Menschen dort, die teilweise sogar aus Italien kamen, um sich extra diesen historischen Ort anzusehen.
Wir wurden zuerst in zwei Gruppen aufgeteilt mit jeweils einem Lehrer.
Danach wurden wir zum ehemaligen Eingangstor gebracht, wo uns der Gruppenführer über die Ursprünge des KZ erzählte. Allein schon bei den Gedanken daran, dass damals die Leute hier drüber gelaufen sind, gab mir ein mulmiges Gefühl. Er stellte uns ab und zu ein paar Fragen, die wir meistens mit Erfolg beantworten konnten. Wir liefen dann weiter zum nächsten Erzählpunkt.
Dann begann unser Rundgang am Haupteingang. Als wir durch das Tor aus massiven Eisen gingen mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“, wurden wir von dem Gruppenführer als erstes gefragt, was wir glauben, was dies bedeutet. Wir konnten darauf natürlich antworten. Es war bedrückend zu wissen, dass dieser Weg für tausende von Menschen kein Zurück mehr bedeutete. Er führte uns dann über den Appellplatz, wo die Gefangenen damals stundenlang stillstehen mussten, auch im Winter bei Minusgraden.
Darauf gingen wir weiter zum Krematorium, wo die Leichen der verstorbenen Insassen verbrannt wurden. Auf dem Weg dorthin liefen wir an einen Bach vorbei, wo die Leute aus Solidarität und Trauer Münzen reingeworfen haben. Vom Krematorium aus gingen wir weiter zur Gaskammer, wo wir alle recht flott weiter gingen, was mir ehrlich gesagt lieber war, weil das ein sehr trauriges und bitteres Gefühl war zu wissen, dass dort theoretisch Leute gestorben sind (praktisch wissen wir es leider nicht, weil es keine Beweise oder Unterlagen dafür gibt).
Zuletzt sind wir in die Baracken der ehemaligen Insassen gegangen. Als ich diese Hautnah gesehen habe, war ich froh, dass es so etwas Schlimmes in der heutigen Zeit in Deutschland nicht mehr existiert.
Als wir dann Richtung Ausgang liefen, war ich ehrlich gesagt etwas erleichtert, von diesem bedrückenden Ort wegzugehen.
Ein Satz bleibt noch lange in meinem Gedächtnis „NEVER AGAIN“. Das stand auf kleinen bunten Steinchen Richtung Ausgang.



